Ich habe mir gerade einen schönen Artikel über das Thema Selbstliebe durchgelesen, er handelte unter anderem davon, den Körper lieben lernen, in all seinen Formen. Das hat mich zum Nachdenken angeregt und muss einfach aus mir heraus.

Letzte Woche habe ich geheiratet! Ich habe mich bewusst gegen falsche Wimpern, einen richtig fetten Blumenstrauß, ein langes Brautkleid und vor allem gegen Fettweg-Unterwäsche entschieden. Selbst den BH habe ich weggelassen. Why not?!
Ich wollte der Mensch sein, der ICH wirklich bin. Zu 100 Prozent authentisch! Mit X-Beinen und einer breiteren Hüfte, für die ich mir sogar schon ein paar dumme Sprüche in meinem Leben anhören durfte. Ich wollte mich zeigen wie ich bin und das habe ich auch, ohne mich für irgendetwas zu schämen!  

 

Mehr bei sich bleiben, ohne Wenn und Aber.

Ich habe auch genauso geheiratet wie ich wollte, im ganz kleinen Kreis und ohne Tamtam. Den Ein oder Anderen damit sicher enttäuscht und das ist ok. Denn es ist mein Leben, mein Körper und mein Tag gewesen!

Wir alle sollten lernen mehr bei uns zu bleiben und es nicht Jedem recht machen zu wollen. Das schaffen wir eh nicht, sondern machen uns nur kaputt dabei! Das Wort “Enttäuschung“ ist eigentlich gar nicht so schlimm. Es drückt nur das Ende einer Täuschung aus, das platzen einer Illusion und das ist letztendlich gut. Denn wenn die Illusion geht, kann sich das Wahrhaftige zeigen. Nun liegt es an jedem selbst, zu leiden oder das sich zeigende anzunehmen.

 

Am schönsten ist der Mensch, wenn er sich mag.

Du solltest lernen dich selbst anzunehmen und schön zu finden, genauso wie du bist. Ich weiß, dass das in der heutigen Zeit sehr schwer fallen kann. Überall werden einen die angeblich perfekten Körper offeriert, wie Frau oder auch Mann auszusehen hat. Das geht nicht an jedem spurlos vorbei. Es kann das schon beschädigte Selbstbewusstsein leider nochmals sehr herunterziehen und einem zum hinterherrennen eines Schönheitsideals bewegen, was auch krankhaft sein kann. Nicht umsonst gibt es Menschen mit Essstörungen oder einen Fitnesswahn.
Der Irrsinn daran ist, oftmals bleibt einem das eigene Leuchten, seiner wahrhaften Schönheit verborgen. Denn diesen gutmütigen Blick auf sich selbst hat man meist nicht. 
Auch ich musste früher mein Selbstbewusstsein in Form von Fotoshootings aufpolieren. Ich wusste nicht, dass ich Schön bin, genauso wie ich bin. 
Meine Maske habe ich vor geraumer Zeit abgelegt, denn ich brauche sie nicht mehr. Liebe ist nun da, wo früher nur Zweifel waren. Meine Maske habe ich auch für Dich abgesetzt, denn du bist nicht alleine! 
Hör auf über Andere schlecht zu reden und nimm dich in Kritik üben zurück, dann kannst auch du Kritikloser zu dir selbst sein. Und dann steh auf, schau in den Spiegel und sag “Ich liebe dich!“. Heute, Morgen und jeden weiteren Tag! Von Herzen, deine Madeleine