Gestern habe ich eine interessante Reise unternommen, um genauer zu sein eine schamanische Gruppenreise. Wir haben dabei eine rituelle Körperhaltung nach Prof. Dr. Felicitas Goodman eingenommen und wurden in einen Trancezustand gebracht, es war spektakulär!
Aber ich muss von weiter vorne ausholen. Stattgefunden hat das interessante Seminar auf einem alten idyllischen Gutshof, das alleine war schon Urlaub für die Seele. Wir waren eine nette Runde aus Frauen, ich die Jüngste, alle locker und freudig gestimmt.
Eingeleitet wurde der Seminartag draußen, unter freiem Himmel mit dem chinesischen Morgengruß, den man übrigens zu jeder beliebigen Tageszeiten ausüben kann. 
Dann ging es rein, da das Wetter leider an dem Tag nicht so gut war.  Hat dem Ganzen aber kein Abbruch getan.

Das Ritual

Es gab eine schöne kurze und knackige Einleitung zu den Rituellen Körperhaltungen mit denen im Schamanismus gearbeitet wird und los ging es. Für unseren Tag war die “Mohnfrau“, das ist eine rituelle Körperhaltung, geplant. Dafür brauchten wir Kopfschmuck, den wir uns alle selber anfertigten und anschließend aufsetzten. Ich war super gespannt wie es weiterging.

Ok, es ging los, mein Herz klopfte etwas schneller, schließlich hatte ich sowas noch nie gemacht! Auch fragte ich mich, ob ich es wirklich schaffe in einen Tancezustand zu gelangen. 
Wir nahmen alle die stehende Haltung der “Mohnfrau“ ein. Beide Arme mussten wir dazu erheben, es bildet sich eine Art “W“ durch unsere Arme und die Daumen wurden von dem Rest der Finger weit abgespreizt. Erhaben sollten wir dastehen, in den Knien schön locker und etwas eingeknickt, der Mund dabei gespitzt wie beim Pfeifen. Oh Gott und diese Position soll ich 15 Minuten aushalten? Das wird pure Qual, dachte ich.
Unsere Reiseleiterin begann auf ihrer Trommel rhythmisch zu schlagen. 210 Anschläge in der Minute, Workout pur, aber das brauchte es. Die Situation hatte etwas Mystisches für mich.                                   

Die Trance

Dieser veränderte Bewusstseinszustand, den wir durch die Klänge erreichten, nennt sich Trance und ist heilend für Körper, Geist und Seele. Sie ist die Brücke zum verborgenen Wissen in uns selbst und zum verborgen Wissen der Welt. Es wird eine tiefe Verbundenheit gefühlt.
Wow, und das Ganze  durch Trommelschläge in genau dieser Sequenz, nur dadurch kann unser Hirn erst in die Trance geraten. Wahnsinn! Die 15 Minuten kamen mir wie 5 Minuten vor, ich konnte es kaum glauben ich war wirklich in Trance. Ein unvergleichbares Erlebnis. Während der ganzen Reise hörte ich nicht nur die Trommel, sondern auch wilden Stammesgesang. Nur war doch im realleben Außen kein Stamm da. Ich war beeindruckt und etwas durcheinander, denn sehr intensiv waren die Bilder, welche sich vor meinem geistigen Auge abspielten. Den Rest meiner schamanischen Reise behalte ich für mich. Die Reiseleiterin sprach im Anschluss  mit jedem persönlich und überprüfte, ob wir auch wirklich wieder aus dem Trancezustand zurück sind. Sie sagte, die Trance kann für jeden Teilnehmer anders ausfallen. Du kannst Bilder sehen, was bestimmtes hören oder fühlen. Es kann dir warm oder kalt werden, all das erlebst du in diesem Bewusstseinszustand. Aber du wirst nichts erleben was du selbst nicht verkraften oder verarbeiten kannst, also keine Angst davor.

Abschließend möchte ich sagen, der Ausflug war eine Erfahrung wert und  hat sich sehr gelohnt. Ich werde sicher nochmal auf Reisen gehen!