Psssst, sei mal leise und lausche tief in dich. Schalte die Stimmen im Außen aus, die Stimmen die nur deine Angst anfeuern und dich in den Wahnsinn treiben. Gehe zu deinem Herzen, dort eröffnet sich ein ganz neuer Raum. Was siehst du? Was willst du sehen? Weißt du was ich sehe, eine Chance durch die Krise! Ist dir “Resilienz” ein Begriff? Es bedeutet, schwierige Situationen zu bewältigen, sich aus diesen weiterzuentwickeln und wenn’s richtig gut kommt, sogar aus ihnen gestärkt hervorzutreten. Das was auf der Welt gerade geschieht, ist pures Resilienztraining. Deine Gedanken können dein Untergang sein und aus dieser Sache ein echtes Trauma entstehen lassen oder du entscheidest dich für den helleren Weg, lässt dir die Hoffnung nicht nehmen, wächst daran und siehst auch die positiven Seiten. Ich biete dir eine neue Brille an, greif zu, wenn du magst.

Durch Krisen wachsen

Du liest meinen Blog regelmäßig? Wenn ja, dann weißt du sicher von meiner Schmerzstörung, ansonsten erfährst du es jetzt. Was du auch noch wissen solltest, meine Schmerzstörung (Link hier) hat mich stärker gemacht. Schon mehr als einmal hieß es in meinem Leben untergehen oder sich neu erfinden. So sehe ich das auch mit dieser Corona-Krise, wir haben nun alle die Chance uns neu zu erfinden. Oder ist es doch eher ein zurückfinden der alten Wurzeln?! Egal, auf alle Fälle heißt es, es wird sich was ändern, wir werden uns ändern. Veränderung kann erstmal Angst machen. Weil nichts absehbar ist und wir Menschen gerne die Kontrolle haben. Doch Kontrolle über das Leben zu besitzen ist eine Illusion.

Angst loslassen

Kontrolle als Illusion zu erkennen hilft mir weiter, um meine Angst, die sich natürlich auch bei mir in schwachen Momenten zeigt, loszulassen. Leben heißt, sich dem Leben hingeben. Alles fließen zu lassen und versuchen, nicht zu erstarren. Sich nicht ständig den Medien ausliefern, lieber positiven Input schaffen. Mir hilft es auch, mich hinzulegen, die Hände ober- und unterhalb vom Bauchnaben aufzulegen und mich bewusst atmen zu spüren. Am besten noch das Fenster etwas öffnen, sodass du die Vögel zwitschern hören kannst. Das beruhigt mich ungemein, Vertrauen steigt in mir auf.

Pause vom Leben

Nun haben wir Zeit zum Durchatmen. Eine allgemeine Pause vom Leben findet statt- einige atmen auf! Wir werden entschleunigt. Fühlen uns nicht mehr schuldig, wenn wir zu Hause sind und vielleicht auf der Couch liegen. Nein, wir müssen jetzt nicht irgendwo hin und was erledigen, Freunde treffen, ein Event besuchen oder sonst irgendwelchen Verpflichtungen nachgehen. Wir dürfen sein. Einfach nur sein. Es ist traurig, dass es erst solch ein Ereignis braucht, damit die Menschheit mal zur Ruhe kommt und sich auf das eigentliche im Leben besinnt. Aber selbst in der Natur braucht es manchmal ein mächtiges Beben, damit etwas neues Schönes entstehen kann.

Alle Gefühle dürfen sein

Unsere Seelen rufen schon länger: „Komm nach Hause, ich sehne mich nach dir!“. Nun haben wir die Chance, uns mit uns selbst zu befassen. All unsere Gefühle zu spüren, sie aushalten zu lernen und zu merken, Gefühle kommen und gehen. Es ist okay zu fühlen. Unsere Herzen werden weich und in uns wächst Nächstenliebe. Wir helfen uns gegenseitig und sind endlich wieder für einander da. Wir merken, dass wir miteinander verbunden sind, dass wir Verbindung brauchen. Wo früher Ellenbogen waren, wachsen plötzlich Hände.

Wendepunkt als Chance

Wir lernen wieder Dankbar zu sein und nehmen nicht mehr alles für selbstverständlich hin. Neue Hobbies werden entdeckt, wir denken um, unser Geist wird kreativ. Sogar neue Wege, für auftretende Störungen werden gefunden. So lernt die Mutti jetzt Skypen, der Mensch ohne Muse jetzt kochen, Paare wieder miteinander zu reden, Familien wieder gemeinsam zu spielen und der sture Opa nun endlich Hilfe anzunehmen. Alles ist im Wandel, wie der Frühling vor unseren Türen.

Vielleicht- Zeit nach Corona

Du wirst aus der Tür treten, die frische Luft, Mensch, Natur und das Leben einsaugen, wie den leckeren Duft von frischem Brot, nach dem Fasten. Im Hinterkopf erfüllt dich das Wissen, ich darf nun endlich wieder von allem kosten. Das Gefühl von Freiheit wird größer sein denn je, weil du deine Konsumsucht überwunden hast. Nun hast du nicht mehr den Einschuss von Glücksgefühlen, wenn du die passende Tasche zum neuen Kleid gefunden hast oder die Reifen auf den neuen Felgen sind. Nein, sondern Glückshormone setzen sich frei, bei einem Wiedersehen mit deinen Eltern, bei einer Umarmung mit der besten Freundin oder dem besten Freund.

Vielleicht ist nun mehr Verständnis da, für die Alten und ihre “komischen Marotten”, wenn sie z.B. wieder ihren Teller bis zur Bewusstlosigkeit aufessen oder die alten Hausschuhe noch flicken wollen. Sie wissen was es heißt, einen wahren Mangel zu erleben und Krisen zu überwinden. Bewusstheit macht es uns endlich möglich zu verstehen, wir sind wachgerüttelt worden. Und wer weiß, vielleicht begegnen uns, nach der Corona-Krise, Menschen in der Stadt, die ihre Blicke nicht mehr starr aufs Display ihres Handys richten, sondern präsent und lächelnd ihre Umgebung wahrnehmen. In diesem Sinne: „Stay at home and chill your base!“. Es wird sich lohnen- vielleicht. Wir haben es in der Hand. Von Herzen, deine Madeleine

 

Foto: Melanie Wiechert

 

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